Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791): Serenade in G-Dur KV 525 »Eine kleine Nachtmusik«
Edward Elgar (1857 – 1934): Serenade in E-Moll op. 20
Antonín Dvořák (1841 – 1904): Serenade in E-Dur op. 22

Serenaden waren im späten 19. Jahrhundert en vogue. Die ursprüngliche abendliche Freiluftmusik des 18. Jahrhunderts wurde nun sinfonisch gedacht und erhielt den typischen elegischen Streicherklang. Vorreiter war – wieder einmal – Wolfgang Amadeus Mozart mit seiner berühmten »Kleinen Nachtmusik«, 1787 rein für Streicher geschrieben. Neben Mozarts Klassiker gehören Antonín Dvořáks E-Dur-Serenade aus dem Jahr 1875 und Edward Elgars Pendant in E-Moll, entstanden 1892, zu den populärsten Kompositionen dieser Gattung. Dvořák schrieb eine Streicherserenade mit fünf Sätzen und orientierte sich damit an klassischen Formen à la Haydn und Mozart. Böhmische Tanzmelodien wechseln mit innigen Streicherklängen, wie sie vor allem im Larghetto zu erleben sind. Am Ende des Finales kehren die berühmten Klänge des Anfangs wieder.
Elgar griff zu einer kleineren, dreisätzigen Form. Ursprünglich bestand die Serenade aus drei einzelnen Stücken für Streichorchester mit den Überschriften »Spring Song« (Frühlingslied), »Elegy« und »Finale«. Zwar strich Elgar die Titel bei der Überarbeitung, doch der Charakter blieb den drei Sätzen eigen. Am Ende des letzten Satzes erklingt der Anfang des Allegro – eine Hommage an Dvořáks Opus 22.